Samstag, 27. Oktober 2007

1. Trainingstag in Panama City



Nachdem wir mittags nun endlich in unserem Appartment angelangt waren hiess es natürlich, so schnell wie möglich auf die Räder zu kommen, denn es wird hier bereits ab 5 Uhr dämmrig. Noch schnell ein PowerBar Harvest für jeden, denn zum Einkaufen war jetzt keine Zeit und los auf die Wettkampfstrecke.
Verfahren kann man sich hier zum Glück nicht so schnell und deswegen konnte sich sogar Sarah noch an den Streckenverlauf erinnern. Man muss auf der gesamten Strecke ungefähr 10mal abbiegen und die höchste Erhebung ist eine Brücke über ein Meeresauslauf...
Nach einer Wendepunktstrecke, auf der man schon ganz gute Vorstellungen von den Windverhältnissen bekommen konnte- Sarah musste ihren Lenker teilweise ganz schön festhalten, denn sie hatte schon die Wettkampflaufräder drin-folgte noch ein kurzer Lauf. Die Knochen waren nach dem langen Flug nun wieder etwas gerichtet, denn uns bestand die nächste Herausforderung bevor: der Einkauf bei WalMart.
Ungefähr 15 Minuten zu Fuss von uns entfernt, machten wir uns mit unseren Rollköfferchen auf. Da die Amerikaner es nicht gewohnt sind, laufende Leute am Straßenrand zu sehen, ernteten wir den einen oder anderen merkwürdigen Blick.
Diejenigen, die WalMart kennen wissen- mit einem schnellen Einkauf ist es hier nicht getan. Wir benötigten ca. 1h um eine "Grundausstattung" an Lebensmitteln zusammenzustellen und schleppten uns mit unseren Köfferchen wieder zurück. Die Lebendmittel waren zuvor in ca. 30 Plastiktüten von der reizenden Kassiererin verstaut worden.
Abends war dann nur noch kochen und das amerikanische Fersehprogramm checken (ist immernoch genauso schlimm) angesagt. Um 9 zog sich Sarah auf ihre 3-fach-Matratze zurück, Philipp hielt noch etwas länger durch.

40-Stunden-Anreise nach Panama City...


Noch nie haben wir so ein Chaos bei einer Reise in die USA erlebt. Von Beginn an stand die Anreise unter keinem guten Stern. Wir hatten schon böse Vorahnungen als wir erfuhren, dass wir mit Air France und Delta fliegen müssen.
Berlin-Tegel: Eine Stunde Diskussion mit dem "Ich trag die Nase höher als alle anderen Menschen" -Angestellten von Air France. Das Ergebnis war, dass wir jeder 150 Euro zahlen mussten. Ansonsten keine Radmitnahme.
Weiterflug von Paris nach Atlanta. Nach dem Boarding eine lustige Runde über das Rollfeld und dann zurück zum Terminal. Es folgten 4 Stunden im Flugzeug AM TERMINAL , in denen die Mechaniker an einem technischem Problem arbeiteten. Immerhin hat man versucht, uns sie Wartezeit mit einem 2 Stück 20g Tütchen Erdnüsse pro Person zu verkürzen. Die im Flugzeug verfügbaren Filme waren dann auch so langsam aufgebraucht, zumal unterwegs die Monitore 2x neu gestartet werden mussten. Das hieß natürlich jedesmal Filmunterbrecheung und wieder minutenlanges Vorspulen. Jedenfalls wurde aus dem ursprünglich 9:30h Flug ein 15-Stunden Flug. Denn in Atlanta war es so voll, dass wir nocheinmal eine knappe Stunde auf ein freies Terminal warten mussten.
Das Ergebniss war, dass wir unseren Weiterflug verpassten und in Atlanta übernachten mussten. Also Hotelvoucher von Delta organisiert, durch den äußerst übersichtlichen International Airport in Atlanta gecruist, ein Hotelshuttle genommen und ab in ein verkeimtes (Schaben und Haarbüschel in der Wanne) Comfort Inn. Da mittlerweile akute Unterzuckerung drohte und das Aggresionspotential gefährlich gestiegen war, musste erstmal gegessen werden: Sarah hat zum Telefon gegriffen und bei Call Spaghetti angeruffen. Lecker...
Nach knapp 4 Stunden Schlaff dann wieder frisch aus den Federn und gerade so noch eine Hotelpackung Kellog's 'reingedonnert und ab in den Shuttle. Die Bordkarten hatten wir dann auch schnell und somit Zeit die großzügigen Delta-Frühstücksvoucher auf den Kopf zu hauen. Jeder konnte die unglaubliche Summe von 7 Dollar verprassen. Der Flughafen in Atlanta ist ja für die kleinen Preise bekannt, somit haben wir kaum alles geschafft...
Am Gate angekommen habe ich dann gerade noch das Wort "maintenance" aufgeschnappt und bekam wieder eine dieser bösen Ahnungen. Was folgte war die viertelstündliche Verschiebung der Abflugzeit aufgrund technischer Probleme. Wir waren selten so kurz vorm Ausrasten á la "Falling Down"...aber dann gings auch schon weiter...nach nur gut 2 Stunden Verspätung.
Wir wollten es kaum glauben, aber ab diesem Moment sind wir OHNE weitere Ereignisse bis in unser Appartement gekommen. Jetzt müssen wir uns von dem Stress erholen und langsam wieder die Konzentration auf den Wettkampf richten.